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Gonorrhoe:


Die Gonorrhoe ist eine schwere, durch Geschlechtsverkehr ├╝bertragene Erkrankung. Sie wird durch die Bakterien Gonokokken ausgel├Âst. Als Geschlechtsverkehr werden s├Ąmtliche Formen bezeichnet, die die Erkrankung ├╝bertragen k├Ânnen. Dies gilt damit sowohl f├╝r analen, oralen als auch genitalen Sex. Es geht sogar, da├č die Mutter die Erkrankung auf das Kind ├╝bertr├Ągt.


 

Wie verl├Ąuft die Erkrankung?

 

Man geht davon aus, da├č die Symptome 2-3 Tage nach dem Kontakt mit einer infizierten Person auftreten. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass viele Menschen die Gonorrhoe verbreiten, ohne da├č sie selber Probleme haben. Ihr Geschlechtspartner mu├č daher gar nicht wissen, da├č er unter Gonorrhoeleidet. Die im Laufe der Erkrankung auftretenden Symptome ├Ąu├čern sich durch N├Ąssen oder Eiter am Penis, der Vagina oder dem Enddarm. Ebenso k├Ânnen hier Krusten und Schwellungen vorkommen. H├Ąufig berichten die Patienten ├╝ber einen brennenden Schmerz beim Wasserlassen sowie ├╝ber Schmerzzust├Ąnde und Kr├Ąmpfe im Unterbauch sowie Schmerzen in den Hoden beim Mann. Es k├Ânnen eine Reihe von Komplikationen, wie z.B. die Sterilit├Ąt, auftreten, die insbesondere dann vorkommen, wenn die Erkrankung nicht fr├╝h genug therapiert wird. Es kann jedoch auch vorkommen, dass die Gonokokken sich ├╝ber das Blut verteilen und dann das Herz oder auch das Gehirn sch├Ądigen. Bei den Neugeborenen, bei denen es ├╝ber das Genital der Mutter in die Augen gelangen kann, kann es sogar zur Blindheit beim Neugeborenen f├╝hren.


 

Was kann Ihr Arzt tun?


Es ist f├╝r Sie, sowie zur Vermeidung weiterer Ansteckung, wichtig, dass fr├╝hzeitig therapiert wird. Heute existieren viele Methoden, die Krankheit zu diagnostizieren. Bez├╝glich der Behandlung k├Ânnen die Gonokokken nach wie vor sehr gut mit verschiedenen Antibiotika behandelt werden. Es besteht daher ├╝berhaupt kein Grund, da├č die Therapie verschleppt wird. Bei fr├╝hzeitigem Therapiebeginn ist die Behandlung in der Regel sehr schnell abgeschlossen.


 

Was sollten Sie beachten?

 

Sie selbst k├Ânnen nicht erkennen, wann Ihre Krankheit nicht mehr ansteckungs-gef├Ąhrlich ist. Sie sollten jedes Mal Kondome benutzen, wenn Sie Sex haben. Sie sollten unbedingt nur Sex mit Menschen haben, die Sie genau kennen, von denen Sie wissen, da├č diese auch nur mit Ihnen Sex haben. Wenn bei Ihnen eine Gonorrhoefestgestellt wurde, sollten Sie auf keinen Fall Geschlechtsverkehr mit Ihrem Partner haben, bis die Therapie beendet wurde. Die gesetzlich vorgeschriebene Behandlung ist f├╝r Ihre eigene Gesundheit von gr├Â├čter Bedeutung ebenso wie f├╝r diejenige Ihrer Angeh├Ârigen.


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1. Bei Geschlechtsverkehr wechselnden Partnern besteht die Gefahr der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten. M├Ąnner und Frauen, die ein leichtsinniges Geschlechtsleben f├╝hren, sind h├Ąufig krank. Oft kommt es unter Alkoholeinflu├č zu Ansteckungen. Geschlechtliche Enthaltsamkeit ist nicht gesundheitssch├Ądlich. Der beste und sicherste Schutz gegen Krankheit und Gesundheitssch├Ądigung liegt in einer sauberen, einfachen und gesunden Lebensf├╝hrung. Tripper kann bei M├Ądchen im Kindesalter auch durch verunreinigte Bettlaken, Handt├╝cher, Badeschw├Ąmme usw. ├╝bertragen werden. Eitrige Augenentz├╝ndungen der Neugeborenen, die oft durch Tripper hervorgerufen werden, m├╝ssen wegen der Gefahr der Erblindung unverz├╝glich ├Ąrztlich behandelt werden.
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2. Vermindert, aber nicht aufgehoben werden die Gefahren des au├čerehelichen Geschlechtsverkehrs durch Schutzma├čnahmen, ├╝ber die ├ärzte und Beratungsstellen sachgem├Ą├če Auskunft erteilen k├Ânnen.

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3. Tripper tritt meist sehr bald nach der Ansteckung auf.

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4. Wer auch nur die geringsten Ver├Ąnderungen an seinen Geschlechtsteilen (Ausflu├č, Brennen, Absch├╝rfungen, Geschw├╝re, Risse, Kn├Âtchen, Dr├╝senschwellungen usw.) bemerkt, soll sofort einen Arzt aufsuchen. Dieser stellt durch mikroskopische Untersuchung fest, ob eine Geschlechtskrankheit vorliegt. Fr├╝hzeitig und sachgem├Ą├č behandelte Geschlechtskrankheiten sind fast immer heilbar. Durch sofortige Feststellung und Behandlung der ersten Krankheitserscheinungen wird schweren Leiden vorgebeugt. Auch nach Trippererkrankungen sind trotz der sehr guten und schnellen Heilungsm├Âglichkeit Nachuntersuchungen erforderlich.
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5. Wer sich nicht gr├╝ndlich untersuchen oder behandeln l├Ą├čt, so da├č dadurch die Gefahr einer weiteren Verbreitung seiner Krankheit entsteht, kann nach den gesetzlichen Vorschriften zu ├Ąrztlicher Untersuchung und Behandlung gezwungen, n├Âtigenfalls sogar in ein Krankenhaus gebracht werden.
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6. Eine ├╝berstandene Geschlechtskrankheit sch├╝tzt nicht vor weiteren Ansteckungen. Bei allen Erkrankungen soll dem Arzt von einer ├╝berstandenen Geschlechtskrankheit Mitteilung gemacht werden.
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7. Wer an einer Geschlechtskrankheit leidet darf kein Blut spenden.
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8. Wer geschlechtskrank war, mu├č sich vor Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs vergewissern, da├č die Krankheit nach dem Urteil des behandelnden Arztes nicht mehr ├╝bertragbar ist.