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Syphilis:


Die Syphilis ist eine schwere Erkrankung, die durch Bakterien hervorgerufen und im wesentlichen beim Geschlechtsverkehr ├╝bertragen wird. Als Geschlechtsverkehr werden s├Ąmtliche Formen bezeichnet, die die Erkrankung ├╝bertragen k├Ânnen. Dies gilt damit sowohl f├╝r analen, oralen als auch genitalen Sex.


 

Wie verl├Ąuft die Erkrankung?

 

Als erste Anzeichen der Erkrankung fallen zumeist die Entstehung kleiner Ulzeration (Geschw├╝re) oder Krusten ins Auge. Diese entstehen dort, wo das die Krankheit ausl├Âsende Bakterium (Spiroch├Ąten) den K├Ârper befallen haben. Im 2. Stadium der Erkrankung folgt dann ein Ausschlag mit roten Flecken. Die Infektion betrifft den gesamten K├Ârper. Als infekti├Âs sind nun viele K├Ârperfl├╝ssigkeiten zu betrachten. Hierbei spielen insbesondere Scheidensekret, Sperma, Blut oder auch Speichel infizierter Personen eine Rolle. Man kann aber in aller Regel aber sagen, da├č ein intensiver Kontakt die Infektion ausl├Âst. Nach dem Auftreten der ersten Infektion, die aus einem Ulkus besteht, k├Ânnen die Symptome innerhalb der ersten 6 Monate ohne jede Residuen wegbleiben. Daraus d├╝rfen Sie aber auf keinen Fall schlie├čen, da├č Sie gesundet sind. In aller Regel verteilen sich die Bakterien nach wie vor im befallenen K├Ârper. Im 3. Stadium der Syphilis k├Ânnen schwere Herzkrankheiten, Gehirnsch├Ąden oder sogar der Tod eintreten.


 

Was kann Ihr Arzt tun?

 

Wenn eine rechtzeitige Behandlung unterbleibt, kann die Syphilis bis in das 3. Stadium kommen. Es ist daher, sowie zur Vermeidung weiterer Ansteckung, wichtig, dass fr├╝hzeitig therapiert wird. Heute existieren viele Methoden, die Krankheit zu diagnostizieren. Zum einen kann man einen Abstrich von der Ulzeration machen, wenn die Erkrankung erst seit kurzem besteht. Es gibt zudem verschiedene Bluttests, die die Krankheit ebenfalls mit hoher Sensitivit├Ąt nachweisen k├Ânnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Infektionskrankheiten l├Ąsst sich die Syphilis mit Antibiotika nach wie vor gut behandeln. Penicillin ist zum Beispiel bei der Syphilis noch hochwirksam. Es besteht also keinerlei Grund, die Erkrankung zu verschleppen. Wichtig ist, da├č die Diagnose fr├╝hzeitig gestellt wird. Die gesetzlich vorgeschriebene Behandlung ist f├╝r Ihre eigene Gesundheit von gr├Â├čter Bedeutung ebenso wie f├╝r diejenige Ihrer Angeh├Ârigen.


 

Was sollten Sie beachten?

 

Sie selbst k├Ânnen nicht erkennen, wann Ihre Krankheit nicht mehr ansteckungs-gef├Ąhrlich ist. Sie sollten auf keinen Fall Geschlechtsverkehr haben, solange bei Ihnen der Verdacht der Erkrankung besteht. Wenn Sie vorher ge-schlechtlich verkehren, gef├Ąhrden Sie Ihre Mitmenschen. Zudem nennen wir im folgenden einige wichtige Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten:


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1. Bei Geschlechtsverkehr wechselnden Partnern besteht die Gefahr der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten. M├Ąnner und Frauen, die ein leichtsinniges Geschlechtsleben f├╝hren, sind h├Ąufig krank. Oft kommt es unter Alkoholeinflu├č zu Ansteckungen. Syphilis kann auch durch unmittelbare Ber├╝hrung kranker K├Ârperstellen, z.B. durch K├╝sse usw., jedoch nur ausnahmsweise durch gemeinsame Benutzung von Ess- und Trinkgeschirren, Tabakspfeifen u.├Ą., ├╝bertragen werden.
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2. Vermindert, aber nicht aufgehoben werden die Gefahren des au├čerehelichen Geschlechtsverkehrs durch Schutzma├čnahmen, ├╝ber die ├ärzte und Beratungsstellen sachgem├Ą├če Auskunft erteilen k├Ânnen.

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3. Wer auch nur die geringsten Ver├Ąnderungen an seinen Geschlechtsteilen (Ausflu├č, Brennen, Absch├╝rfungen, Geschw├╝re, Risse, Kn├Âtchen, Dr├╝senschwellungen usw.) bemerkt, soll sofort einen Arzt aufsuchen. Dieser stellt durch mikroskopische Untersuchung fest, ob eine Geschlechtskrankheit vorliegt. Fr├╝hzeitig und sachgem├Ą├č behandelte Geschlechtskrankheiten sind fast immer heilbar. Durch sofortige Feststellung und Behandlung der ersten Krankheitserscheinungen wird schweren Leiden vorgebeugt. Um des dauernden Erfolges sicher zu sein, m├╝ssen besonders Syphiliskranke oft lange behandelt oder h├Ąufig nachuntersucht werden. Dies gilt auch dann, wenn sie sich schon ganz gesund f├╝hlen und ├Ąu├čere Krankheitserscheinungen nicht mehr vorhanden sind.

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4. Wer sich nicht gr├╝ndlich untersuchen oder behandeln l├Ą├čt, so da├č dadurch die Gefahr einer weiteren Verbreitung seiner Krankheit entsteht, kann nach den gesetzlichen Vorschriften zu ├Ąrztlicher Untersuchung und Behandlung gezwungen, n├Âtigenfalls sogar in ein Krankenhaus verbracht werden.
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5. Eine ├╝berstandene Geschlechtskrankheit sch├╝tzt nicht vor weiteren Ansteckungen. Bei allen Erkrankungen soll dem Arzt von einer ├╝berstandenen Geschlechtskrankheit Mitteilung gemacht werden. Dies gilt insbesondere f├╝r Frauen, die zu irgendeiner Zeit an Syphilis gelitten haben, bei Eintreten einer Schwangerschaft, da sonst die Gefahr besteht, da├č eine notwendige Behandlung ├╝bersehen und das Kind krank geboren wird.
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6. Wer an einer Geschlechtskrankheit leidet oder zu irgendeiner Zeit an Syphilis gelitten hat, darf kein Blut spenden.
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7. Wer geschlechtskrank war, mu├č sich vor Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs vergewissern, da├č die Krankheit nach dem Urteil des behandelnden Arztes nicht mehr ├╝bertragbar ist.