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UV-Therapien:

 

PUVA


Der Begriff PUVA steht als Abk√ľrzung f√ľr Psoralen plus Ultraviolettlicht des langwelligen Bereichs A. Diese sogenannte "Photochemotherapie" (PUVA-Therapie) stellt eine kombinierte Behandlungsmethode aus einer lichtsensibilisierenden Substanz, dem sogenannten 8-Methoxypsoralen, und langwelligen Ultraviolettstrahlen (UVA) dar. Hierbei ist 8-Methoxypsoralen ein Arzneimittel, welches die Haut reagibel f√ľr ultraviolette Strahlen bestimmter Wellenl√§ngen macht. So kommt es bei der Bestrahlung mit langwelligem ultraviolettem Licht nach Verabreichung von 8-Methoxypsoralen zu Reaktionen in der Haut, durch die die Zellteilung der Haut gehemmt und die Pigmentbildung angeregt wird. Unter √§rztlicher Anleitung und unter Verwendung spezieller Bestrahlungsger√§te f√ľr langwelliges UV-Licht k√∂nnen diese Eigenschaften zur Behandlung von krankhaft gesteigerten Zellteilungsvorg√§ngen der Haut sowie von Pigmentmangelzust√§nden der Haut genutzt werden.
Bei der "systemischen PUVA-Therapie" wird der lichtsensibilisierende Wirkstoff 8-Methoxypsoralen etwa 1 Stunde vor der UVA-Bestrahlung in Tablettenform eingenommen. Des weiteren kann man den Photosensibilator auch in einer Creme-Grundlage auflösen ("Creme-PUVA") und 20-40 Minuten vor der UVA-Bestrahlung auf befallene Hautareale auftragen.


 

Weiterer Verlauf

 

Die Dosis der UVA-Strahlen legt -f√ľr jeden Patienten individuell- stets Ihr Hautarzt fest. Eine Steigerung der Dosis erfolgt fr√ľhestens nach 72 Stunden. Nach zwei aufeinanderfolgenden Tagen der Behandlung mu√ü mindestens ein Tag Pause eingehalten werden, wodurch sich in der Regel folgender Rhythmus ergibt: Montag und Dienstag PUVA-Therapie - Mittwoch PUVA-Pause - Donnerstag und Freitag PUVA-Therapie - Wochenende und Feiertags PUVA-Pause. Bei der externen PUVA-Therapie (PUVA-Creme) kann der Patient nach der Bestrahlung die Reste des Medikamentes durch Abwaschen weitgehend entfernen.

Puva Bild1UV-Strahlen dringen in die Haut


 

Was muß ich beachten?


Die √§u√üerliche bzw. innerliche Anwendung der lichtsensibilisierenden Substanz f√ľhrt zu einer erheblich verst√§rkten Reaktion der Haut auf Sonnenlicht. Daraus ergeben sich folgende besonders zu beachtende Verhaltensweisen, die zum gr√∂√üten Teil f√ľr alle Formen der PUVA-Therapie gelten:

Zusätzlicher Schutz unbedeckter Körperpartien durch hochgeschlossene, lichtundurchlässige Kleidung, Tragen eines Hutes und evtl. Handschuhen.

Der Aufenthalt im Freien, auch im Schatten, soll am Behandlungstag vermieden werden und nur auf den Weg zur Praxis und zur√ľck beschr√§nkt bleiben.

Haben Sie das Medikament in Tablettenform eingegnommen, so ist ein Lichtschutz f√ľr die Augen durch Tragen einer vom Arzt verordneten Sonnenbrille mit Seitenschutz bei Aufenthalt im Freien bis zu 12 Stunden nach der Tabletteneinahme notwendig. Das Tragen dieser Sonnenbrille trifft nur f√ľr die Tablettenbehandlung, jedoch nicht f√ľr die √§u√üerliche Medikamentenanwendung zu.

Nach Einnahme von 8-Methoxypsoralen darf sich der Patient 24 Stunden lang nicht direkt der Sonne aussetzen. Auch indirektes Sonnenlicht im Schatten, hinter Fensterglas oder bei bew√∂lktem Himmel sowie Br√§unungsbestrahlung mu√ü unbedingt vermieden werden. Nichtbeachten kann zu lebensbedrohlichen Verbrennungen f√ľhren.

Nach äußerlicher Anwendung von 8-Methoxypsoralen bleibt die behandelte Haut etwa 12 Stunden lichtempfindlich. Es darf keine direkte Sonnenbestrahlung erfolgen.

Eine zus√§tzliche Einnahme von Medikamenten (Grippetabletten, Antibiotika, Kopfschmerztabletten, Vitamintabletten und Abf√ľhrmittel) darf nur nach vorheriger R√ľcksprache mit dem Arzt erfolgen.

Während der Lichtbehandlung ist Alkohol zu meiden.

W√§hrend der Lichtbehandlung sollten keine parf√ľmierten Kosmetika (Parfum, Seifen, Rasierwasser, etc.) auf die Haut aufgetragen werden.

Während der Lichtbehandlung darf keine Schwangerschaft bestehen. Eine eingetretene Schwangerschaft muß sofort dem Arzt mitgeteilt werden.

W√§hrend der Lichtbehandlung kommen nur hautpflegende Ma√ünahmen wie √Ėlb√§der und Pflegecremes zur Anwendung. Zus√§tzliche Behandlungsmethoden werden in Einzelf√§llen vom behandelten Arzt festgesetzt.

Vor, während und nach der Lichtbehandlung können weitere Untersuchungen (z.B. UVA-Lichttreppen, Augenärztliche Untersuchung, eventuell Entnahme von Hautproben) notwendig werden

Aus organisatorischen Gr√ľnden ist auf p√ľnktliche Einnahme beziehungsweise Auftragen des Medikamentes, p√ľnktliches Erscheinen zu den Bestrahlungsterminen und rechtzeitige Abmeldung, wenn der Termin nicht eingehalten werden kann, zu achten


 

Habe ich Nebenwirkungen zu erwarten ?


Die PUVA-Therapie ist eine hoch wirksame, aber auch mit Nebenwirkungen behaftete Therapie. Als gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind bekannt:

Juckreiz
√úbelkeit (nach Tabletteneinnahme). Das Auftreten von √úbelkeit kann durch die Einnahme der Tabletten nach einer kleinen Mahlzeit vermieden werden.

Sonnenbrandähnliche Hautrötungen, besonders an normalerweise nicht lichtexponierten Körperteilen (Brust, Gesäß)

Sehr selten sind Haarbalgentz√ľndungen, Hautpigmentierungen, Akne, Einblutungen in das Nagelbett sowie Bleichung von Haaren.

Bei st√§rkerer Hautr√∂tung oder sogar Blasenbildung sowie bei jeder √Ąnderung des Wohlbefindens ist Kontakt mit den behandelnden √Ąrzten aufzunehmen.

Es gibt in der Literatur Hinweise auf eine erh√∂hte Hautkrebsrate bei Patienten, welche sich √ľber mehrere Jahre in hoher Dosis einer systemischen PUVA-Therapie unterzogen haben.

Vor der ersten PUVA-Behandlung wird daher Ihr Hautarzt zun√§chst ein ausf√ľhrliches Gespr√§ch mit Ihnen f√ľhren und Ihnen eventuelle offene Fragen gerne beantworten.